Kapitel 1: Die Bögenhafen Affäre

Die gewaltige Verstrickung um die Ereignisse, die mit dem Tod eines Reisenden, auf der Straße von Middenheim nach Altdorf begannen und später mit der Krönung unseres neuen Königs ein vorläufiges aber dennoch verhältnismäßig gutes Ende nehmen sollte,  war wenn ich mich zurück entsinne auch die Geburtsstunde der Sackheimbande.

Alles begann mit einem losen und zunächst eher  unscheinbaren Faden. Einem Faden, der uns in ein unsägliches  Netzwerk aus Intrigen und Verschwörungen führte, das sich durch Sigmars Reich zu ziehen schien wie die berühmte Spindeldorfer Zuckerwatte. Feine, süße Fäden, an den die Wohlhabenden und Reichen unseres Landes, jene die Sigmars Erbe mit Stolz tragen sollten, klebten wie Fliegen an Honig - verstricktund dem Untergang geweiht.

Unser besagter Faden war eine Leiche im Matsch. Eine Kutsche war von entstellten und mutierten Menschen überfallen worden. Es konnten leider keine Überlebenden mehr gerettet werden, jedoch wies eine Leiche eine verblüffende Ähnlichkeit mit unserem Gefährten Tanafrees auf. Die Identität des Toten lautete Kastor Lieberung und er war wie wir später heraus finden sollten der Magister Impedimentae einer geheimnisvollen Gesellschaft, der auf dem Weg nach Bögenhafen war, um eine Erbschaft anzutreten.

Eine Erbschaft von 20.000 Goldkronen, die sich bei näherer Durchleuchtung als die Ausschüttung einer durchdachten Marktmanipulation herausstellte.Schmierigen Schwarzmarktpraktiken gehörten ebenso zum verbrecherischen Teil des Geschäfts wie Raub, Erpressung und Mord. Inszeniert und Verwaltet wurde dieses unsägliche Treiben von Bögenhafens reichstem Händler und obersten Mitglied des Stadtrates Johannes Teugen.

Wir konnte Johannes Teugen als Anführer des Ordo Septenius entlarven. Offiziell war der Orden eine Art philanthropischer Klub, inoffiziell war er eine geheime Logo der örtlichen Kaufleute. Kaum eines der Mitglieder wusste, dass es in Wahrheit Teil eines Zirkels von Chaosanbetern war.
Der Ordo Septeniusn wurde  nicht als 'gewöhnlicher' Chaoskult gegründet, sondern diente den Zielen des Chaoskultes der purpurnen Hand und dem Bestreben Teugens, seine auf 7 Jahre verpfändete Seele zurückzukaufen, was wir am Ende zu verhindern wussten.
Wir waren allerdings nicht die einzigen die ein Interesse am tun des Johannes Teugen und seines Ordens hatten. Der konkurrierende Geheimbund der roten Krone (der nächste Faden in unserem Netz) hatte Teugen glauben lassen das sein Ritual seine verpfändete Seele freigeben würden - in Wahrheit wollte die Rote Krone Teugen und den Ordo Septenius opfern, um ein Dämonenportal zu schaffen. Mit dem frühzeitigen ableben Teugens konnte beides verhindert werden. 

Teugens verbrecherisches Gnie hat ein meisterhaftes Geflecht zwischen allen bedeutenden Institutionen und Personen Bögenhafens geschaffen, mit dem er ganz  gezielt die Handelshäuser und deren Politik manipulieren konnte. Wären am Ende alle die, die in den Kultkomplex von Johannes Teugens involviert waren vor Gericht gekommen, hätte das eine wirtschaftliche Katastrophe für das gesamte Reikland bedeutet.

Wir haben uns lange gefragt welche Verbindung Johannes Teugen zum konkurrierenden Chaoskult der roten Krone hatte. Genau genommen hatte er keine zum Kult direkt. Seine Verbindung war eher persönlicher Natur Johannes Teugen war bekannt mit Etelka Herzen, einer der bedeutensten  Machthaberinnen innerhalb roten Krone.

Inzwischen hat sich herausgestellt das Teugen und  Etelka Herzen ebenso wie Wittgenstein und Wasmeier alle zur gleichen Zeit in Sechsspitzen studiert haben und sie schon während ihres Studiums mit Chaosanbetern in Kontakt kamen, als sie bei dem Philosophieprofessor Edgar Farnk  studierten, der in Wahrheit ein Meister der Dunklen Künste war.



Fazit
Natürlich kann man Tzeentch und seine Kulte überall sehen, aber jenseits dessen vermuten wir den Einfluss einer weiteren uns bisher nicht in erscheinung getretene Gruppierung, die in den Handlungen der purpurnen Hand ihre Interessen vertreten sah.
Eine Überprüfung der teugenschen Bücher zeigt immense Geldmittel, die nicht mit den Kultaktivitäten anderer Zellen zu erklären sind. Die Spuren führten uns zunächst nach Marienburg, der neuen Hauptstadt der freien Handelsepublik Drakensang. Einiges an Geldmitteln scheint von dort gekommen zu sein, und sowohl Liberung als auch andere Magister wie Yorck von Hinüber und Ninya Wennberg sind oft dorthin gereist. Die Abspaltung Marienburgs erschwert unsere Aktivitäten und lässt einige Fragen offen: Ist sich der selbst ernannte Kanzler und ehemalige Reichsfürst Rabenfels über die Aktivitäten der Hand bewusst? Können wir die dortigen Schläfer in unserem Sinne nutzen?
Trotz dieser Fragen vermuten wir neben einer unbekannten Zahl an Schläfern aber auch mindestens zwei aktive Zellen die in der Hafenmetropole agieren. Die Spione des dreckigen Barts brachten uns auf die Spur Rudolf Totstädten, einen weiteren  Magister Impedimentae, die bekanntlich als einzige zwischen den isoliert agierenden Zellen aktiv sind. Diese Spur führt mit wiederholender Deutlichkeit in das ferne Maracsar. Totstädten hat in den vergangenen Jahren immer wieder die einstige imperiale Hafenstadt Port Grim aufgesucht. Bislang konnten wir diese Spur allerdings nicht weiter verfolgen.
Immer wieder taucht der Begriff Blutmesser  im Zusammenhang mit diesem Magister Impedimentae auf. Welche Bedeutung dem beizumessen ist bleibt allerdings fraglich. Möglicherweise ein Objekt, ein weiterer Geheimbund oder eine Person. Es ist klar zu empfelen Spione in die freien casarischen Städte zu schicken und dem nach zu gehen.